NACHgemacht - Spielekopien aus der DDR vom 5. Mai bis 29. Juli 2012

Wer kennt sie nicht? Spieleklassiker wie Monopoly, Malefiz, Hase und Igel, Scrabble, Sagaland oder Heimlich & Co. begeistern seit Jahrzehnten viele Spielefans. Zu DDR-Zeiten war es jedoch nicht einfach, an die Originalspiele aus dem Westen zu kommen. Und so griffen junge und junggebliebene Spieler/innen in vielen Ost-Wohnzimmern zu Bastelpapier, Leim, Schere, Buntstiften und Suralinknete, ganz nach dem Motto: NACHGEMACHT!

Das Projekt „NACHGEMACHT“ sammelt diese selbstgemachten Spiele, die nach Vorlage von Spielen aus dem Westen kopiert wurden.
Ab dem 5. Mai gibt das Deutsche SPIELEmuseum einen bisher so noch nie gezeigten Einblick in die Alltagswelten der DDR. Die Spiele geben Aufschluss über Mangel und Erfindungsreichtum eines verschwundenen Staates, der noch immer seine Spuren hinterlässt. Die bisher größte Ausstellung von nachgemachten Spielen aus der DDR soll ihre Besucher zum Nachforschen anregen. Vor allem jene Generation, die die DDR gar nicht oder nur als Kinder kennen gelernt haben, finden hier die Möglichkeit vergessene Erinnerungen wieder ins Bewusstsein zu rufen. In den Spielen liegen sowohl Hinweise auf politische Missstände, als auch ganz private Erlebnisse versteckt. Es lohnt sich also ganz genau hinzuschauen.

Ergänzt mit Exponaten aus dem Fundus des Deutschen SPIELEmuseums wird die Ausstellung zur Geschichte der NACHGEMACHT-Spiele erstmals vorgestellt. Natürlich werden nicht nur die NACHGEMACHT-Spiele gezeigt, sondern es stehen alle Originale auch zum Spielen bereit.


Hintergrund: Projekt „NACHGEMACHT“

Martin Thiele und Michael Geithner betreiben ihr Projekt „NACHGEMACHT“ seit Mai 2011. Was als einfacher Internet-Blog begann, hat sich inzwischen zu einer Sammlung von über 60 Exponaten und umfassendem dokumentarischen Material entwickelt. Diese Sammlung ist im Deutschen SPIELEmuseum erstmals zu sehen. Die beiden Projektinitiatoren sind im Jahr 1985 geboren und haben die DDR nur als ganz kleine Kinder miterlebt. Ihre Erinnerung an die Zeit ist das Spielen und das Projekt die Aufarbeitung ihrer ganz persönlichen Geschichte. Unterstützt von zahlreichen Spielebastlern und -liebhabern, entdeckten sie ein Phänomen, das noch unbekannt und bis dahin noch nicht untersucht worden war. Ihr Ziel ist es, weiterhin diese Unikate zu sammeln und deren Geschichten festzuhalten.

Quelle: http://nachgemacht.de/
Presseberichte: http://www.mdr.de/damals/spiele-ddr100.html



25 Jahre cuboro - Vom Prototyp zum MarkenSPIELzeug vom 28. März bis 30. Juni 2012

Vor über 25 Jahren schlug die Stunde null für cuboro. 1986 wurde die Kombinationskugelbahn das erste Mal unter diesem Namen als Set mit 54 Elementen anlässlich der Fachmesse Ornaris in Bern vorgestellt. 2012 kommt die Jubliäumsausstellung ins Deutsche SPIELEmuseum. Vom 28. März bis 30. Juni können kleine und große Baumeister die Entwicklungsgeschichte der Kugelbahn erleben und selbst ausprobieren wie die Kugel rollt. Für viele kleine und große Aktionen wird gesorgt.

Vorgeschichte
Die Geburt des Spielsystems liegt weitere 10 Jahre zurück. 1976 suchte Matthias Etter, zu dieser Zeit Praktikant in einer Sonderschule, ein einfaches dreidimensionales Puzzle für Kinder mit Behinderungen. Über verschiedene Versuche und Prototypenreihen gelangte er zum Baukastenprototyp mit 48 Elementen mit 12 verschiedenen Funktionen. Eine Kleinserie unter dem Namen "Konstrito" verkaufte er dann 1985 auf dem Weihnachtsmarkt in Bern.

Geschichte
Dank der professionellen Herstellung durch die Schreinerei Nyfeler, die Aufnahme der cuboro-Kugelbahn im Pandakatalog des WWF-Schweiz 1986 und der Promotion einiger Fachhändler "cuboro-Pioniere" konnte eine konstante Entwicklung in Gang kommen.

Quelle: http://www.cuboro.ch

SONDERausstellung - Wie entsteht ein SPIEL? 16. Mai bis 21. August 2011 in Chemnitz

Erleben Sie, wie aus Holz, Pappe oder Stein, einer cleveren Idee und viel Kreativität ein Spiel entsteht.

Sehen Sie, wie vielfältig und unterschiedlich die Entwicklung eines Spiels vom Prototyp bis hin zur Zusammenarbeit mit Illustrator und Verlag ablaufen kann.

Die Wanderausstellung der SAZ zum Thema "Wie entsteht ein Spiel" illustriert die Arbeit von mittlerweile 39 Spieleautoren, aber auch einigen Illustratoren und Verlagen.

Im Deutschen SPIELEmuseum in Chemnitz wird die bis dahin erweiterte Ausstellung mit über 40 Rollups in einer großen Sonderausstellung gezeigt. Begleitet wird die Ausstellung von einer Reihe von Veranstaltungen.


14. Mai 2011 / 18:30 Uhr – Eröffnungsvortrag:
"Hintergründiges aus der Welt der Spieleautoren" von Friedemann Friese
27. Mai 2011/ 19:30 Uhr – Vortrag und Diskussionsrunde:
"Kulturgut Spiel - zukunftsorientiert oder museumsreif?" mit J. Peter Lemcke, Stefan Risthaus u.a.

Spieleautoren zu Gast – jeweils um 14:00 Uhr:
28. Mai 2011- Heike und Stefan Risthaus (Blindes Huhn / Level X)
29. Mai 2011 - Jörg Meißner (Krimitotal)
18. Juni 2011 - Dr. Hubert Glomb und Jan Werner
19. Juni 2011 - Martin Ebel (Ponte del Diavolo)
09. Juli 2011 - Ulf Siebert (Schlossgarten)
23. Juli 2011 - Heike und Stefan Risthaus (Blindes Huhn / Level X)
06./07. August 2011 - Fred Horn (Kwintie / Citadella)

Der neue SONDERausstellungsraum wurde 2011 eingeweiht. Auf aktuell 90m² können besondere Themenausstellung gezeigt werden. Derzeit bereiten wir für Sie eine neue SPIELEschau vor. Lassen Sie sich überraschen.