VERANSTALTUNGSkalender

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08. - 19. Oktober
Herbstferienprogramm

12. Oktober
Nachts im SPIELEmuseum

19. Oktober
875 Jahre Chemnitz – Ich weiß alles! Ich weiß nichts!

 

NACHTS im SPIELEmuseum

JEDEN 2. Freitag im Monat :
Spielenacht ab 19 Uhr
 Eintritt: 3 Euro

Bundesfreiwilligendienst

gefördert durch die
Stadt Chemnitz / Kulturbüro

 

 

 

 

Der Schülerwettbewerb für politische Bildung 2018

Herzlich willkommen zu einer neuen Runde im Schülerwettbewerb für politische Bildung 2018 / 2019, für den sich das Deutsche SPIELEmuseum wie auch schon im Schuljahr 2016 / 2017 besonders engagiert. Der Grund ist einfach, denn wieder beinhaltet eine Aufgabenstellung für die jüngeren Schüler der Klassen 4 bis 8 die Herstellung eines Brettspiels. Doch nicht nur deswegen passt die Aufgabe gut zu uns, dreht sich doch diesmal alles um den Mann, der Chemnitz, unserer Heimatstadt, einmal seinen Namen lieh – Karl Marx. Sein Geburtstag hat sich in diesem Jahr am 5. Mai zum 200. Mal gejährt. Aus diesem Anlass wird die Aufgabenstellung wie folgt kurz beschrieben.

Karl Marx – "Ein Gespenst geht um in Europa"
Wer war Karl Marx? Was wollte er erreichen? Wie sahen ihn seine Zeitgenossen? Was sagen uns seine kommunistischen Ideen heute? Antworten auf diese Fragen soll die Beschäftigung mit diesem berühmten Ideengeber des Kommunismus geben.
Viel Kreativität verspricht die Umsetzung der Arbeitsergebnisse in der Form eines Brettspiels!

Wie immer wird die erfolgreiche Teilnahme am größten deutschsprachigen Wettbewerb zur politischen Bildung mit großzügigen Sach- und Geldpreisen belohnt. Mehr zum Schülerwettbewerb der Bundeszentrale für politische Bildung und den Aufgabenstellungen 2018 / 2019 findet sich hier.

 

Kleine Tipps und Wissenswertes rund um’s Brettspiel

Was ist ein Brettspiel?

Kennzeichnend für ein Brettspiel ist der Spielplan bzw. das Spielbrett, auf dem die Spieler mit Materialien wie Steinen oder Figuren agieren. Als sog. Gesellschaftsspiel (Bezeichnung abgeleitet vom neuzeitlichen Begriff Gesellschaftszimmer als bürgerlichem Salon) dient das Brettspiel dem Vergnügen bzw. Zeitvertreib und wird von zwei oder mehr Personen gespielt.

Wichtige Schritte beim Brettspiel-Erfinden?

- Thema finden
-> Das ist mit der Wettbewerbsvorgabe bzw. den Fragestellungen zur Aufgabe "Karl Marx – Ein Gespenst geht um in Europa" bereits geschehen. Es sollen alle gefundenen Ergebnisse in das Brettspiel einfließen.

- Mitspieler und Einsatzmöglichkeiten begrenzen

- Prototyp des Spielplans mit Zubehör entwickeln und Spielaufgaben ausdenken

- Spielregeln erklären

- Und nicht zu vergessen: Spiel mit Mitschülern, in der Familie und mit Freunden testen und verbessern!

Ursprünge und Klassiker des Brettspiels?

In den Anfängen des Brettspiels wurde mit einfachen Utensilien wie Knochen (Astragale), Stöcken, Nüssen oder Muscheln gespielt. Dies übrigens auch ohne feste Unterlage, indem die Spieler die nötige Form eines Spielplans einfach dort aufzeichneten, wo sie saßen. So zeugen bis heute u.a. entsprechende Markierungen auf der Treppe der Basilica Julia vom spielerischen Freizeitvergnügen an öffentlichen Plätzen im Alten Rom. Die ersten belegbaren Brettspiele gehen allerdings noch weiter zurück. In der sumerischen Stadt Ur im heutigen Irak wurden auf 2600 v.Chr. datierte Spielbretter entdeckt, die mit weiteren Zeugnissen des Königlichen Spiels von Ur im British Museum in London zu sehen sind. Das altägyptische Brettspiel Senet (Vorläufer des heutigen Backgammon) ist für die Zeit um 3000 v.Chr. nachgewiesen und auch das im alten China entstandene Brettspiel Go hat seinen Ursprung im zweiten vorchristlichen Jahrtausend.

Zu den klassischen Brettspielen zählen heute insbesondere

- Schach (Persisch für König bzw. Schah, daher auch als Spiel der Könige bezeichnet),

- Dame (Name geht auf die Dame im Schachspiel zurück, in Russland unter dem Namen Baschni = Türme sehr beliebt),

- Mühle (Name geht vermutlich auf lateinisch merellus zurück, zählt zu den Drei-In-Einer-Reihe-Spielen, d.h. Mühle = 3 Steine in einer Reihe, vermutlich das weltweit verbreitetste Brettspiel),

- Go (Umzingelungsspiel, in dem zwei Kriegsherren versuchen, ein bisher unbesetztes Gebiet untereinander aufzuteilen, Ursprung in China mit besonderer Prägung in Japan und Korea),

- Pachisi (Hindi für fünfundzwanzig, da hier als bester Würfel-Wurf 25 Punkte gelten, Vorläufer des populären Mensch ärgere dich nicht),

- Mancala (Arabisch für bewegen bzw. transportieren, auch als Bohnenspiel bekannt),

- Bagh Chal (Nepali für Tigersprung, Spielthema ist die Jagd einer Tigerfamilie auf eine Ziegenherde),

- Backgammon (Englisch aus back und gammon, veraltet für game = Spiel, zusammengesetzt, Name bezieht sich auf das Zurückwürfeln ins Spiel von geschlagenen Steinen),

- Gänsespiel (Name geht auf den Spielverlauf als Spiegelbild des Gänselebens zurück, Prototyp aller sog. Laufspiele),

- Halma (altgriechisch für Sprung, entstanden in den USA Ende des 19. Jahrhunderts mit quadratischem Spielfeld, bald darauf in Deutschland weiterentwickelt mit hexagonal sternförmigem Spielplan als sog. Sternhalma oder chinese checkers bekannt).