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05. Juni
Ausleihe im SPIELmuseum

12. Juni
Ausleihe im SPIELmuseum

19. Juni
Ausleihe im SPIELmuseum

26. Juni
Ausleihe im SPIELmuseum


NACHTS im SPIELEmuseum

JEDEN 2. Freitag im Monat :
Spielenacht ab 19 Uhr
 Eintritt: 3 Euro

Bundesfreiwilligendienst

gefördert durch die
Stadt Chemnitz / Kulturbüro

 

 

 

 

08.01.2020 65 Jahre Glücksspiel "6 aus 49"

Die bekannteste deutsche Lotterie „6 aus 49“ wird 65 Jahre alt. 1955 führte der Deutsche Lottoblock mit den Ländern Hamburg, Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen und Bayern das Spiel 6 aus 49 ein. Der Deutsche Lotto- und Totoblock ist eine Vereinigung der Lottogesellschaften der deutschen Bundesländer und ermöglicht das legale Lottospielen. Die erste öffentliche Lottoziehung fand am 09.10.1955 in Hamburg statt. Die ersten Lottozahlen lauteten 3 12 13 16 23 41. Als allererste gezogene Zahl war übrigens die 13. Die Lottoscheine wurden damals noch von Hand ausgewertet. Kein Lottospieler schaffte es an dem Tag, sechs Richtige zu tippen. Erst in der sechsten Veranstaltung am 13.11.1955 wurden gleich von drei Lottospielern sechs Richtige getippt.
Das Spiel 6 aus 49 hielt daher seit 1956 eine Zusatzzahl bereit, um die Gewinnchance auf die höchste Gewinnklasse zu minimieren. Ab 1991 gab es die Superzahl, die seit 2013 die Zusatzzahl für die nunmehr neun Gewinnklassen ersetzt. Beim „einfachen“ Tippen von 6-Richtigen beträgt die Gewinnchance etwa 1 zu 13 Millionen, mit Superzahl ist sie mehr als zehnmal geringer.
Seit September 1965 wurde die Lottoziehung live im Fernsehen ausgestrahlt. Statt sonntags zieht man seit 1974 samstags. 1982 wurde zusätzlich Lotto am Mittwoch mit der Spielformel 7 aus 38 eingeführt. Das Mittwochslotto war daher nicht nur wegen des günstigeren Preises schnell populär. Vier Jahre später wurde die Spielformel wieder an das Samstagslotto angepasst.
2013 endete die Live-Übertragung der Ziehung der Lottozahlen im Fernsehen. Die Gewinnzahlen werden seitdem live im Internet übertragen. Möchten Spieler Lottozahlen tippen, können sie dies inzwischen übrigens auch online und nicht mehr nur per Tippschein in den 25.000 deutschen Annahmestellen tun.
Als das Zahlenlotto erfunden wurde, musste man übrigens fünf Zahlen aus 90 richtig erraten, um den ganzen Gewinn zu erhalten. Das war in der Republik Genua. Dort wurden ab 1620 jährlich fünf neue Ratsmitglieder aus einer Liste von 90 Wahlfähigen ausgelost. Daraus entstand ein Wettgeschäft und die Grundidee des Zahlenlottos war geboren. Bis heute werden bei der staatlichen Lotterie in Italien aus einer Zahlenreihe von 90 sechs Richtige getippt. In Deutschland ist die Gewinnwahrscheinlichkeit damit um einiges höher.

Das ändert sich 2020 für Lotto-Spieler!
Ab Herbst 2020 werden beim Lotto 6 aus 49 voraus¬sicht¬lich die Preise pro Tipp¬feld von 1 Euro auf 1,20 Euro steigen. Die gute Nachricht: Die Hälfte der zusätzlichen Einnahmen soll an die Gewinner direkt wieder ausgeschüttet werden. Bei sechs Richtigen sollen so öfter Gewinne in Millionenhöhe möglich sein. Konkret heißt das: Sind mit einem Sechser ohne Superzahl bislang Maximalgewinne von 570.000 Euro möglich, sollen es ab Herbst 2020 rund 1 Million Euro sein.
Das soll das staatliche Glücksspiel, das heute mit privaten Internetlotterien konkurrieren muss, attraktiv halten. Dennoch sind die Umsätze der staatlichen Lotteriegesellschaft nach wie vor immens: Für das „6 aus 49“ am Mittwoch und Samstag setzen die Deutschen bundesweit jedes Jahr rund 3,5 Milliarden Euro ein. An den Gewinnchancen ändert sich aber nichts: Sie bleiben bei 1 zu 140 Millionen! Daher heißt es, Spieler und Jugendliche zu schützen und mit Verantwortung zu spielen.